Bilder Schneepflug im Rothaargebirge 2010

Seit Mitte Dezember 2009 liegt hier in der Region nahezu ununterbrochen Schnee. Mal mehr, mal weniger. Die mit Tief Daisy für den 9. und 10. Januar 2010 vorhergesagten Schneemengen haben unsere Region verschont. Aber mit der Zeit wurde die Schneemenge dann doch so viel, dass in einigen Bahnhöfen des Rothaargebirges nur mit Radlader, Schaufeln und viel Manpower dem Schnee nicht mehr Herr geworden wurde. Angekündigte starke Windböen sollten die Lage auf freien Streckenabschnitten weiter verschlechtern.

So bestellte DB Netz am 29.01. bei der KSW die erste Räumfahrt für diesen Winter.




Gegen 20 Uhr begannen die Vorbereitungen am Bahnhof Eintracht der Kreisbahn.

Vor der beeindruckenden Kulisse von BGH auf der Eintracht wartet das Gespann aus Lok 45 und dem Schneepflug bis kurz vor 21 Uhr auf Abfahrt.

In Hilchenbach wird der Schneepflug dann auf Räumstellung umgestellt und nochmal alle Funktionen getestet.
Diese Pause lässt sich gut für Fotos nutzen. Außerdem musste noch die Kreuzung mit dem abendlichen Güterzug aus Erndtebrück abgewartet werden.

22.12 Uhr. Ausfahrt Hilchenbach.

Am ehemaligen Empfangsgebäude des Haltepunktes Vormwald Bahnhof konnte die Fuhre dann ein weiteres Mal erwischt werden. Einsetzender Schneefall machte allerdings das weitere Fotografieren mit Blitz nahezu unmöglich.

Bahnhof Lützel Gleis 2. Hier wurden beide Gleise mehrmals mit den verschiedenen Räumschilden befahren.
Um halb zwölf gings weiter Richtung Erndtebrück.

Die letzten Kilometer vor dem Bahnhof Erndtebrück verläuft die Bahnlinie parallel zur B62.
Die vielen Bahnübergänge sorgen für eine geringe Höchstgeschwindigkeit.

Erndtebrück, Ausfahrt aus Gleis 4. Bevor es nach Mitternacht auf die Strecke Richtung Bad Berleburg geht, werden nochmal einige Funktionen an den Räumschilden getestet.

Im Einschnitt kurz vor Aue entstand dieses Bild am 30.01. um kurz nach 1 Uhr.
Inzwischen war ein Schneeschauer über uns hinweggezogen, der in einer viertel Stunde 5cm Neuschnee gebracht hatte.

Das nächste vorzeigbare Bild entstand erst wieder bei der Fahrt auf der Strecke nach Bad Laasphe.
Um 3.15 Uhr pflügt die Garnitur durch den Schnee in Bermershausen Richtung Laasphe.

Ohne weitere Schneeflocken von oben konnte der Zug auch wieder besser verfolgt werden. So gelang kurz vor Saßmannshausen ein weiteres Bild.

Um halb 4 gelang dann noch dieses Foto in Kunst-Wittgenstein.
Dann ging's erstmal ins warme und vor allem trockene Bett.

Am Sonntag wurde dann nochmal gefahren. Siegen - Erndtebrück sogar tagsüber! Aber diese Fahrt ging an allen interessierten Fotografen vorbei (Schade!!!). Die Strecke nach Berleburg konnte erst abends geräumt werden, da sich in diesem Bereich immer nur ein Fahrzeug aufhalten darf.
Aber es sollte ja weiter schneien...

Für Montag abend war erneut eine Räumfahrt bestellt.
Dieses Mal sollte auch das Wetter besser sein, d.h.: Kein Schneefall.
Allerdings hatte die Schneemenge auch dermaßen zugenommen, dass viele Fotopunkte selbst zu Fuß nicht mehr erreichbar waren. In Hilchenbach entstand das erste Bild des Abends am 1. Februar um kurz vor 22 Uhr.

Räumen Gleis 1 in Lützel. Mittlerweile wird der Schnee zur Seite geschoben, da sonst ein Freiräumen des Bahnsteigs nicht mehr möglich ist. Zwischen den Gleisen türmt sich bereits ein anderthalb Meter hoher Berg aus Schnee.

Nachdem Erndtebrück erreicht war, auch entlang der B62 wurde heute nur in eine Richtung und sehr langsam geschoben, ging es weiter Richtung Bad Laasphe. Einige geplante Fotopunkte waren unmöglich, da nicht hinzukommen war.
So entstand das nächste Bild erst am Bahnübergang oberhalb von Amtshausen, wo uns die Fuhre mit flotter Fahrt begegnete.

Am ehemaligen Bahnhof Feudingen entstand dieses Bild um halb 1.

Durchfahrt Bermershausen. Schnee satt. Kein Vergleich zu Freitag Nacht.

Kurz vor Saßmannshausen. Solche Fotos hatte ich mir gewünscht.

Kunst-Wittgenstein. Im allerletzten Moment abgedrückt, bevor der Schneepflug sich vor dem BÜ anhob.

Die Rückfahrt nach Erndtebrück erfolgte dann zügig, so dass wir noch ein weiteres Foto an der Strecke nach Bad Berleburg machen konnten: Um halb 2 erwischten wir den Schneepflug ein letztes Mal am Womelsdorfer Friedhof.

Da im Westerwald ähnliche Schneemengen wie im Rothaargebirge liegen sollten, DB Netz mangels geeigneter Fahrzeuge aber am Samstag nur mit einer Spurfahrt mit zwei Loks der Baureihe 225 bis Ingelbach fahren konnte, sollte am Dienstag die KSW mit dem Schneepflug nach Altenkirchen / Limburg fahren.
Die Überführungsfahrt konnte in Au abgelichtet werden. KSW 45 mit dem Schneepflug auf dem Viadukt.

Warten auf die Zugkreuzung in Breitscheidt.

Durchfahrt Obererbach.

Räumfahrt(?) vor Ingelbach. Bei gleicher Schneehöhe und Geschwindigkeit hat es in den Nächten davor doch irgendwie etwas mehr fliegenden Schnee gegeben.

Das Personal für die Fahrt musste eingekauft werden, in der Region stand keins mehr zur Verfügung

Die Fahrt ging bis Hadamar. An Einholen war nicht zu denken, der starke Schneefall und der sprichwörtlich eiskalt wehende Wind auf den Höhen der B414 sorgte schnell bis Hachenburg für heftige Schneeverwehungen, so dass wir viel früher als geplant aufgaben.

Beim Rangieren in Altenkirchen wurde eine Gleissperre überfahren und Lok 45 ist entgleist. Damit war die für den Abend rund um Erndtebrück geplante Fahrt erledigt. Am 3.02. wurde die Lok mit dem Gremberger Hilfszug wieder aufgegleist, 225 020 brachte nachmittags alles zusammen nach Au, dann fuhr die 45 aus eigener Kraft mit dem Schneepflug wieder nach Siegen. Abends wurde dann eine weitere Räumfahrt Richtung Erndtebrück mit Lok 44 durchgeführt. Der Verkehr auf der Rothaarbahn lief am Mittwoch nur zwischen Hilchenbach und Kreuztal. Lediglich der Güterzug Erndtebrück - Kreuztal und einige leere Spurfahrten fanden tagsüber statt. Gegen 18 Uhr wurde der Verkehr dann wieder aufgenommen. Nach Bad Berleburg fuhren erst am Morgen des 5.02. wieder Personenzüge. Ebenfalls zum Erliegen gekommen war der Verkehr zwischen Erndtebrück und Bad Laasphe. Auch hier konnte erst am Mittwoch gegen 18 Uhr wieder gefahren werden.

Viele Bilder hat der starke Schneefall zunichte gemacht. Da sieht man nichts, außer viele große weiße Punkte.

Manches Bild hätte ich gerne anders gemacht, aber die Unmenge Schnee, die sich einem da in den Weg stellte, machte das einfach unmöglich. Selbst mit meinem kleinen Allrad-PKW, dem bis zu 30cm Neuschnee nicht wirklich was ausmachen, war es schwierig bis unmöglich an einzelne Fotopunkte zu kommen. Sogar zu Fuß scheiterte das Vorhaben, weil man in metertiefen Schneeverwehungen steckenblieb oder einfach mal völlig in Schneehaufen versackte. Gut, dass dann jemand zum Ausgraben mit dabei war...

zur Sonderseite Auf einer weiteren Sonderseite finden sich Fotos und Infos von den Räumfahrten Anfang 2011.

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