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38 1772
52 8134
38 1772
082 008-4
57 3088
50 1724
141 248-5
212 372-7
SK 11
Klv 12
311 188
Köf 5274

Die 38 1772 wurde am 28.04.1915 von der Firma Ferdinand Schichau in Elbing als
"2459 Königsberg" an die KED Königsberg geliefert. Im Jahre 1920, nach  Gründung
der DRG, erhielt sie die heutige Nummer 38 1772.

Ihre weiteren  Stationierungen:

28.04.1915 - 27.06.1928 Bw Königsberg
28.06.1928 - 11.07.1932 Bw Berlin-Gesundbrunnen
12.07.1932 - 05.12.1941 Bw  Mainz
06.12.1941 - 15.03.1942 Bw Bingerbrück
16.03.1942 - 05.07.1942 Bw  Mainz
06.07.1942 - 27.07.1943 Bw Worms
28.07.1943 - 16.03.1944 Bw  Mainz
17.03.1944 - 04.08.1949 keine Angaben
05.08.1949 - 01.10.1963 Bw  Darmstadt
02.10.1963 - 22.09.1965 Bw Heilbronn
23.09.1965 - 14.06.1966 Bw Crailsheim
15.06.1966 - 29.05.1967 Bw Ulm
30.05.1967 - 02.06.1973 Bw Tübingen
03.06.1973 - 13.02.1975 Bw Rottweil

Die Lok wurde am  05.12.1974 als letzte P8 der DB abgestellt, laut Aufschrift bei der  Abschiedsfahrt betrug ihre Laufleistung bis dahin 3.719.271 km. Bis zum  13.02.1975 absolvierte sie noch einige Abschiedsfahrten, dann wurde sie an einen Privatmann verkauft und erreichte am 17.03.1975 aus eigener Kraft ihre neue Heimat, das Bw Hamburg-Rothenburgsort. Ab August 1981 stand sie  dann in Hamburg Wilhelmsburg. Danach kam sie am 13.12.1982 zur  betriebsfähigen Aufarbeitung, die im Mai 1983 abgeschlossen wurde, nach  Lengerich und wurde fortan vor allem auf der TWE, aber auch auf vielen  anderen deutschen Privatbahnen eingesetzt. 1987 entgleiste sie bei einem  Einsatz auf der Wutachtalbahn schwer, so dass sie für den Rest der Saison  ausfiel. Neben erheblichen Fahrwerksschäden an der Lok, die behoben werden  mussten, war vor allem der preußische Kastentender der Lok nicht mit vertretbarem Aufwand zu reparieren. Daher erhielt sie einen Wannentender der  bis Anfang der 70er hinter einer 38er gelaufen war, also mit einer  Tenderbrücke passend zum offenen Führerstand der Lok ausgerüstet ist. So entstand wieder eine Lok im typischen Zustand sehr vieler 38er der  Bundesbahn, in dem keine weitere erhalten wurde. Ab Anfang 1988  war die Lok wieder im Einsatz und kam dabei zu den Jubiläumsfeiern der Westerwaldbahn auch schon einmal bis nach Betzdorf. Zum Jahresende 1993 mußte sie mit Ablauf der  Untersuchungsfristen abgestellt werden. Nachdem die Lok einige Jahre in Dieringhausen - teilweise unter freiem Himmel - verbrachte, kam sie nach Siegen. Nach einer äußerlichen Aufarbeitung steht sie jetzt witterungsgeschützt im Lokschuppen.

Seit März 2004 ist sie außerdem als bewegliches Denkmal eingetragen. Mittelfristig wird eine betriebsfähige Aufarbeitung der Maschine angestrebt. Die dazu notwendigen erheblichen Geldmittel sollen u.a. über eine breit angelegte Spendenaktion zusammengetragen werden.
Weitere Infos dazu finden sich hier (pdf, ca. 5,5 MByte).

Text: Carsten Frank mit Ergänzungen von Michael Baier
Quelle: eigene Recherchen und
Kenning Verlag: "Die Teutoburger Wald-Eisenbahn”, Nebenbahndokumentationen Band 29, Josef Högemann

(C) Eisenbahnfreunde Betzdorf 2006